| Bericht zum Fachtag Integration im Dialog-Zwischenstationen und Perspektiven |
| Geschrieben von: FSJ-Politik |
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Fachtag 06.12.2011 „Integration im Dialog – Zwischenstationen und Perspektiven“
Am Nikolaustag sind ca. 90 Personen zum Fachtag „Integration im Dialog - Zwischenstationen“ erschienen. Die meisten von ihnen waren Akteure der Dialogforen, die seit dem November 2009 für 8 Monate zusammengearbeitet hatten. Die Teilnehmer (aus Vereinen, Jobcentern, Hochschulen, Rechtsanwälte etc.) trafen sich, um die Entwicklung der Integrationspolitik Sachsen-Anhalts auf Basis der in den Dialogforen entwickelten Handlungsempfehlungen zu diskutieren. Es wurden verschiedene moderierte Arbeitsgruppen gebildet, die sich jeweils auf einen Themenschwerpunkt konzentrierten. Begonnen wurde mit einem Überblick über die Ist-Zuständen anhand von Daten und Fakten. Dann folgte die Diskussion über die Umsetzung der Handlungsempfehlungen und über den Bedarf an Verbesserungen. Jeder brachte seine eigenen Erfahrungen im Umgang mit dem jeweiligen Thema ein. Die Vorlage der Fragebögen zur Anregung der weiteren Arbeit an das Land Sachsen-Anhalt wurde mit weiteren Vorschlägen ergänzt oder präzisiert. Anschließend präsentierte jede Arbeitsgruppe in dem gut gefüllten Raum im Ministerium für Arbeit und Soziales ihre Ergebnisse. In der Gruppe Hochschule – Ausbildung – Arbeitsmarkt „Ressourcen der Zugewanderten- ungenutzte Schätze für unsere Gesellschaft“ wurden unterstrichen, dass sich im Bezug auf die Behandlung von jungen Flüchtlingen etwas ändern muss. Bislang blieb ihnen eine Ausbildungsmöglichkeit wegen ihres unsicheren Aufenthaltsstatus verwehrt. Obwohl sie vielleicht in Deutschland von Kindesalter aufgewachsen sind, haben sie hier keine Perspektiven. Ein weiteres Thema war der demografische Wandel. Er führt dazu, dass in Sachsen-Anhalt zukünftig ein Fachkräftemangel bestehen wird. An den Universitäten studieren ausländische Studenten. Damit sie nach Beendigung des Studiums nicht wieder auswandern wird eine Hilfestützung vom Übergang „Studium zum Beruf (in einem deutschem Betrieb)“ benötigt. Weitere Baustellen stellen die Gesundheitsämter dar. Diese lassen sich wenig auf die Bedürfnisse der Migranten/innen ein. Es sollten kultursensible Beratungen geben. In Sachsen-Anhalt bestehen viele Migrantenselbstorganisationen. Lob wurde für die gute Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den verschiedenen Netzwerken, MSOs und Vereinen ausgesprochen. Trotzdem schöpfen manche Migranten noch nicht die bestehenden Möglichkeiten der Organisation und Partizipation aus. Fazit: Es bleibt noch viel zu tun. Durch eine offene Diskussion mit der Landesregierung kann gemeinsam viel erreicht werden. |