Neue BZI Mitglieder

Das Bündnis für Zuwanderung (BZI) wurde offiziell am 06.12.2011 um 2 neue Mitglieder bereichert.

Wir freuen uns über den Beitritt vom „Migrantenrat Dessau-Roßlau“ und von „Herrn Steinecke“ (Abgeordneter der CDU).

Innerhalb der weiteren Beschreibung finden Sie Informationen zum „Migrantenrat Dessau- Roßlau“ sowie ein Interview mit Frau Mika Kaiyama (Sprecherin des Migrantenrates Dessau-Roßlau):

Sowohl die in Dessau-Roßlau aktiven Migrantenselbstorganisationen (MSO) als auch Einzelpersonen haben sich am 1. Juli 2011 im Alten Theater Dessau zu einem Netzwerk, dem sogenannten Migrantenrat, zusammengeschlossen. Der Schwerpunkt ihrer Aufgaben liegt auf dem Dialog zwischen Migrant/innen und der Mehrheitsgesellschaft, um die Partizipation der Zugewanderten in der Stadt Dessau-Roßlau zu fördern. Der Migrantenrat selbst ist mit dem „Landesnetzwerk Migrantenselbstorganisationen Sachsen-Anhalt“ (LAMSA) vernetzt und zudem in weiteren zahlreichen Netzwerken und Gremien, u.a. dem „Netzwerk gelebte Demokratie“ aktiv.

Der Rat vertritt sowohl die politischen als auch kulturellen Interessen der Bevölkerung mit Migrationshintergrund auf der regionalen Ebene. Des Weiteren versteht er sich als Gesprächspartner gegenüber der Kommune, anderen Verbänden, Initiativen und Institutionen. Der Migrantenrat möchte einen Beitrag zur nachhaltigen Förderung der Integration von MigrantInnen in Dessau-Roßlau leisten.

 

Hintergrund: Frau Kaiyama ist in Tokyo (Japan) geboren und auch dort aufgewachsen. Nach ihrem Studium lebte Sie zuerst in Österreich. Nach der Wende bestand ihr Wunsch in die neuen Bundesländer zu gehen. Dies konnte beruflich vereinbart werden und so kam Sie dann 1998 nach Dessau.

 Anfangs war es schwer für Frau Kaiyama sich in Sachsen-Anhalt einzuleben. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Migrantenorganisationen. Außerdem spielte der Begriff „Integration“ noch keine große Rolle in den neuen Bundesländern. Als ausgebildete Sängerin hatte Sie aber nie das Gefühl gehabt, fremd zu sein: „Auf der Bühne wird die Welt so vereint, da vergisst man, Ausländer zu sein“. Durch die künstlerische Arbeit stieß Frau Kaiyama schließlich auf das Multikulturelle Zentrum. Hier konnte sie durch kleine Projekte erste Erfahrungen sammeln, welche sich Ihrer Meinung nach positiv auf die eigene Integration ausgewirkt haben.

 Frage: Inwiefern spielt der Migrantenrat eine Rolle für Sie (persönlich)? Welche Motivation haben Sie im Migrantenrat tätig zu sein?

 Antwort: Der Migrantenrat ist aus der praktischen Notwendigkeit heraus entstanden. Durch den beständigen Zugewinn neuer Mitstreiter/innen bei vielfältigen Projekten war der Wunsch am Ende groß, uns, also Migrant/innen zu vernetzen, um so aktuelle Informationen auszutauschen und die vorhandenen Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Dabei hat das „LAMSA“ selbstverständlich eine große Vorbildrolle eingenommen. Durch die Erfahrung im „LAMSA“ wussten wir, dass ein Bündnis der Migrant/innen sowohl einen bemerkenswerten Beitrag für Integration innerhalb der Migrationsgesellschaft, als auch in der Aufnahmegesellschaft leisten kann.

 Frage: Was erhofft sich der Migrantenrat aus der Zusammenarbeit mit dem BZI?

 Antwort: Erfahrungsaustausch und strategische Auseinandersetzung im breiten gesellschaftlichen Spektrum. Kurz: Je mannigfaltiger die Akteure, desto interessanter der Dialog und dessen Inhalt.  

 Dieter Steinecke (CDU Abgeordneter) setzt sich für eine Stärkung des „Netzwerkes für Demokratie und Toleranz“ ein. In diesem war er gemeinsam mit Ministerpräsident Böhmer (CDU) Schirmherr. Um gegen die Fremdenfeindlichkeit in Sachsen-Anhalt anzukämpfen startete er Dezember 2006 die Kampagne „Hingucken!- Für ein demokratisches und tolerantes Sachsen-Anhalt“. Damit stehen er und seine Partei für ein weltoffenes Sachsen-Anhalt. Das BZI hat jemanden hinzugewonnen, mit dem es möglich ist, auf politischer Ebene gemeinsame Ziele durchzusetzen.

 

Aktuelles

Bündnis für Zuwanderung und Integration Sachsen-Anhalt 2012 
Geschäftsnummer VR 1379, Steuernummer 101 / 142 / 06364